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Reithalle: Konstruktion der Reithalle

09 Aug

Bei einer Reithalle handelt es sich um ein Gebäude, welches speziell für Reitsport konzipiert wurde. Es handelt sich dabei um einen Teil einer Reitanlage. Bei der Konstruktion der Reithalle werden generell verschiedene Kriterien berücksichtigt. Für Pferde und Reiter dienen die Reithallen für die wetterunabhängige Bewegungsmöglichkeit. Gefunden werden die Reithallen in verschiedenen Einrichtungsformen.

Was ist für die Reithalle zu beachten?

ReithalleWichtig für die Reithalle ist, dass die Reitbahn dabei möglichst groß ist. Nur für die dressurmäßige Arbeit sind oft die kleineren Hallen besser geeignet. Es wird bei kleinen Hallen der Vorteil geboten, die Pferde hierbei mehr biegen zu müssen. Bei der Reitbahn dürfen keine Säulen stehen, jedoch Pilaren schon. Die Reithalle muss leicht zu öffnende, breite und hohe Tore haben. Die Öffnung der Bande oder der Tore sollte jedoch nach Möglichkeiten nicht in die Halle hineingehen.

Der Tageslichteinfall bei der Halle sollte großflächig sein und dabei auch von oben gestattet sein. Gängige Formen sind beispielsweise Trapezblech/Sandwichelemente, ausgemauert, Fachwerkbinder oder Stahlbinder, Holzleimbinder auf Stahl- oder Holzträger. In der Regel sind die Dächer aus Sandwichelementen. Bei den älteren Reithallen jedoch bestehen die Dächer meist aus Faserzement-Wellplatten. Sehr oft gefunden werden auch an eine Reithalle angeschleppte Boxenställe. Immer häufiger werden auch die Reitzelte errichtet. Meist bestehen die textilen Bauwerke aus der Aluminium-Konstruktion und dem Planendach, welche mit hochfestem PVC beschichtet wurde. Außerdem gibt es in den Wänden dann auch meist Windschutznetze.

Wichtige Informationen für die Reithalle

Bei dem deutschen Sprachraum ist die Errichtung der Reithalle genehmigungspflichtig. In den meisten Fällen sind die Reithallen unbeheizt, nachdem dies für die Pferde gesünder ist. Die Turniermaße liegen oft bei 20 mal 40, 20 mal 60 oder 25 mal 65 Metern. Eine besondere Bedeutung bei der Reithalle hat die Bodenqualität. Der gute Reitboden sollte die gleichmäßige Befeuchtung haben und dies zur Pflege und Staubbindung des Bodens sowie auch für die Erhaltung der Reitbarkeit. Gewährleistet wird dies durch die regulierbare Flutung oder die automatische Reitbodenberegnung. Die Beregnung erfolgt von oben und die Flutung ist die Bewässerung von unten. Die Flutung wird auch gerne als Ebbe-Flut bezeichnet. Besonders wichtig bei der Reithalle ist meist die Beleuchtung. Die Pferde benötigen eine gleichmäßige Ausleuchtung, was an dem Hell-Dunkel-Empfinden der Pferde liegt. Wird Kunstlicht bei der Reithalle genutzt, sollte es diffus erzeugt und blendfrei sein. Abhängig von der Reitdisziplin sollte die Lichtstärke regulierbar sein. Es gibt auch für besondere Zwecke die Reithallen und so gibt es die Longierhalle als kleine Halle für das Longieren der Pferde. Auch die Longierhallen sind genehmigungspflichtige Bauwerke.