Displaytechnologien einfach erklärt

Seit den ersten monochromen Darstellungen, die etwa durch den Heimcomputer C64 in die Wohnzimmer von Privatanwendern kamen, hat sich viel getan. Moderne Displays sind farblich brillant, flach, schonen die Augen und bieten eine hohe Auflösung. Daher eignen sie sich zum Beispiel auch als virtueller Messestand. Die große Zahl an Technologien und damit einhergehenden Abkürzungen wie OLED, LED, QLED und LCD können verwirrend sein. Dieser Artikel erklärt, was es damit auf sich hat.

LCD und LED

Das Akronym LCD steht für „Liquid Crystal Display“. Dabei setzt sich jeder einzelne Bildpunkt (Pixel) aus drei Einzelpunkten zusammen, die die Farben Rot, Grün und Blau (RGB) erzeugen. Bei den Kristallen handelt es sich streng genommen um flüssige Kristallketten, die in sich gedreht und mit einem Transistor verbunden sind. LCDs bieten eine Auflösung von bis zu 8k, was zukunftsweisend ist. Durch die Weiterentwicklung der Technologie weisen moderne LC-Displays eine niedrige Reaktionszeit von einer Millisekunde auf. Da sie im Dauerbetrieb keinen Schaden nehmen und mit einem Durchmesser von bis zu 150 Zoll hergestellt werden können, können sie problemlos als virtueller Messestand dienen.

LEDs (Light Emitting Diode) gibt es nicht nur in Leuchtmitteln, die die veralteten Glühbirnen ersetzen. Für Displays und große Videowände kann die dahinterstehende Technik ebenfalls verwendet werden. Wie der Name schon vermuten lässt, setzt sich die Anzeigefläche aus einer Vielzahl von kleinen Leuchtdioden zusammen, die Licht aus Strom erzeugen. Die einzelnen Dioden bestehen aus mehreren Schichten, durch die über die Grundfarben RGB alle weiteren Farbtöne gebildet werden. Displays mit LED können ebenfalls 8.000 Pixel darstellen. Zugleich erreichen sie eine hohe Leuchtkraft, können rund um die Uhr in Betrieb bleiben und sind energieeffizient.

OLED und QLED

Bei OLED (Organic Light Emitting Diode) handelt es sich prinzipiell um eine ähnliche Technik wie bei LED. Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied: Displays mit OLED sind biegsam. Sie kommen auf Fitnessuhren, Smartwatches und Smartphones zum Einsatz und erlauben es, klappbare Handys herzustellen, bei denen sich die Anzeige über die gesamte Front erstreckt. Im Vergleich zu früheren Modellen mit Klappfunktion bestehen sie also nicht mehr aus Tastatur und Bildschirm, die klar getrennt sind, sondern aus einem einzigen Touch-Display. OLED reagieren deutlich schneller als LCD, haben jedoch eine um etwa ein Drittel geringere Lebensdauer.

Bildschirme auf Basis der QLED-Technologie (Quantum Dot Light Emitting Diode) haben ähnliche Eigenschaften wie OLED-Displays. Anders als bei OLEDs ist das Hintergrundlicht bei QLEDs jedoch blau statt weiß, wodurch die Farben weniger verfälscht werden.