Die Scheidung einreichen? Das sollten Sie beachten

Manchmal hilft nur eines: Scheidung einreichen
09 Jul

„Sich scheiden lassen“ oder auch „Scheidung einreichen“ sind gängige Begriffe.
Oft herrscht keine Vorstellung davon, wie ein solches Scheidungsverfahren abläuft und was auf denjenigen zukommt.
Die ersten Schritte in diesem Prozess zu kennen, mindert Befürchtungen und starke emotionalen Belastungen/Stress.

Der Zeitpunkt

Die Scheidung kann laut Gesetz eingereicht werden, wenn die Ehe gescheitert ist. Der Jurist erklärt das Scheitern nach dem „Zerrüttungsprinzip“.
Jenes Prinzip besagt, dass eine Ehe gescheitert ist, wenn die eheliche Gemeinschaft nicht mehr gegeben ist und die Erwartung besteht, die Lebensgemeinschaft nicht mehr wiederherstellen zu können.

Bevor es zu einer Scheidung kommen kann, muss ein sogenanntes Trennungsjahr erfolgen. Dieses gilt als Bestätigung für das Gericht, dass der Scheidungswunsch gefestigt/tatsächlich gewollt ist.
Das Trennungsjahr beruht auf Trennung von „Tisch und Bett“; die Ehepartner leben und wirtschaften in diesem Falle nicht mehr zusammen. Ein datierter, schriftlicher Nachweis zum Trennungsjahr sollte besser für den Zweifelsfall erbracht werden. Ist das Trennungsjahr vorbei und die Eheleute sind sich einig, kann die Scheidung eingereicht werden.

Scheidungsantrag

Antragsteller bei Gericht kann jeder Ehepartner sein. Der schnellste Weg: Bei Scheidung-Online Scheidung einreichen.
Verpflichtend ist die Vertretung durch einen Rechtsanwalt; die Eheleute brauchen mindestens einen Anwalt zusammen. Zu Scheidungsunterlagen & Gericht: Der Rechtsanwalt bzw. die Rechtsanwältin reicht den Antrag beim Familiengericht ein. Die Heiratsurkunde oder das Familienstammbuch der Eheleute ist mindestens zum Antrag mit abzugeben.
Bei Eheleuten mit Kindern ist zusätzlich die Geburtsurkunde der Kinder einzureichen. Gegebenenfalls sind weitere Unterlagen notwendig (Streitfälle).

Das örtliche Familiengericht ist für den Scheidungsantrag zuständig. Hat das Ehepaar noch minderjährige Kinder, ist der Wohnort der Kinder ausschlaggebend.
Beim kinderlosen Ehepaar gilt der letzte gemeinsame Wohnort. Wohnen beide nicht mehr in diesem Ort, ist das Gericht in dem Ort zuständig, in dem der Antragsgegner wohnhaft ist.

Nach Einreichung des Antrags beim zuständigen Gericht und deren Bearbeitung wird die Scheidung rechtshängig. Der Antragsgegner hat anschließend zwei oder drei Wochen Zeit, um sich zum Scheidungswunsch zu äußern.

Scheidungstermin und -beschluss

Liegen die Unterlagen zum Versorgungsausgleich vollständig vor, erhalten jeweils beide Eheleute den Scheidungstermin vom Familienrichter. Personalausweis oder Reisepass müssen jeweils zu diesem Termin vorgelegt werden. Die Verhandlung erfolgt in privatem, nicht öffentlichem Rahmen.
Beide Eheleute haben Anwesenheitspflicht. Die Verkündung des Scheidungsbeschlusses ist öffentlich, jedoch tritt äußerst selten ein Besucher in den Saal ein. Ab der Zustellung des Scheidungsbeschlusses läuft die einmonatige Rechtsmittelfrist, bei derer noch eine Beschwerde gegen den Beschluss eingereicht werden kann. Dauer und Kosten der Scheidung sind nicht immer gleich. Gibt es einige Streitpunkte, kann sich das Scheidungsverfahren enorm in die Länge ziehen. Zwei bis drei Jahre kann eine Scheidung hier andauern. Ansonsten fällt es in der Regel enorm kürzer aus. Die Kosten der Scheidung unterteilen sich in Gerichts- und Rechtsanwaltskosten.

Weiteres zum Ablauf:

Scheidungsprozess ohne Stress

Scheidungen – Verschiedene Möglichkeiten?

Scheidung 3
07 Jun

In unserer Gesellschaft ist das Thema Scheidung hoch aktuell. Ein Großteil der neu geschlossenen Ehen werden geschieden. Viele Paare heiraten nicht einmal mehr. Es gibt viele Gründe, warum es zur Scheidung kommt. Allgemein kann man vermutlich sagen, dass das Leben schneller geworden ist und man nicht mehr wie früher auf eine Ehe angewiesen ist. Doch um die Gründe soll es in diesem Beitrag nicht gehen. Vielmehr, um das Wie und das Was passiert. Es soll um einvernehmliche, nicht-einvernehmliche und kirchliche Scheidung gehen. Zudem soll der Beitrag auf das Leben von Scheidungskindern aufmerksam machen.

Einvernehmliche Scheidung

Scheidung 3Die Ehepartner sind sich in diesem Fall einig. Das verpflichtende Trennungsjahr ist bereits absolviert und alle Fragen sind geklärt. Alle Fragen sind geklärt heißt, dass bereits sämtliche Vermögenswerte und Güter aufgeteilt sind und Unterhaltszahlungen besprochen wurden. Wenn einer der beiden Ehepartner in Bezug auf das Vermögen besser davongekommen ist, muss auch ein Ausgleich geregelt worden sein. Wichtig für einvernehmliche Scheidungen sind auch die Fragen über das Sorgerecht und Umgangsrecht der Kinder. Erst wenn diese Themen alle geklärt sind, kann man sich an einen Anwalt wenden und die Scheidung einreichen. Der Vorteil der einvernehmlichen Scheidung ist, dass es wesentlich schneller und günstiger von statten geht. Auf den Anwalt darf man zwar nicht verzichten, aber die Kosten werden drastisch gesenkt. Wenn man die Beziehung beendet, die Trennung und die Scheidung einvernehmlich hinter sich gebracht hat, dann kann man diesen Moment gebührend feiern und mit einer guten Flasche Wein anstoßen und abschließen.

Nicht-einvernehmliche Scheidung

Bei dieser Variante wird es häufig Turbulenter. Es ist schwierig zwischen den streitenden Parteien zu vermitteln und die Kosten steigen beachtlich. Jeder Vermögenswert und gemeinsamer Besitz muss einzeln ausgefochten werden. Dadurch wird die Dauer der Scheidung um ein Vielfaches verlängert. Kinder leiden mehr unter der Situation. Sie sind harmoniebedürftig und werden oft zu einem Streitgegenstand. Keine angenehme Situation für Alle. Leider geschieht dies viel zu oft, gerade, wenn kein Ehevertrag geschlossen wurde.

Mehr zu dem Ablauf einer Scheidung.

Kirchliche Scheidung

Das Thema eines kirchlichen Scheidungsfalles könnte Sie am meisten interessieren. Kirchliche Scheidungen gibt es nicht? Falsch gedacht. Sie sind nur sehr viel schwieriger zu bewerkstelligen. Der Papst kann kirchliche Ehen annullieren und das auch für normal sterbliche. Was muss man dafür tun? Es muss nachgewiesen werden, dass von einem der Ehepartner nie die Absicht bestand, den Zweck der Ehe umzusetzen. Laut der katholischen Kirche ist die Ehe dazu da, um Kinder zu zeugen. Ist nachweisbar, dass einer der Ehepartner nie Kinder bekommen wollte und auch keine Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind, kann diese annulliert werden. Zudem, wenn einer der Partner massiv vom anderen Misshandelt wird, kann die Annullierung auch erwirkt werden. Die Kinder, die aus einer Scheidung hervorgehen, werden häufig zwischen den Eltern hin und hergezerrt oder in Streitereien verwickelt. Deshalb der Schlusssatz: Denken Sie an das Wohl Ihrer Kinder.